Demografie

Unsere Gesellschaft altert, die Chance das 80. Lebensjahr zu erreichen, war nie höher in der Bundesrepublik als sie es heute ist. Der demografische Wandel wird dabei oft als Horrorszenario dargestellt: Kampf der Generationen, Aufstand der Alten, verwahrloste Regionen oder auch Untergang eines Landes. Schreckgespenster an die Wand zu malen, bringt dabei aber gar nichts. Es ist ein Wesensmerkmal menschlicher Gesellschaften, dass sie aufgrund verschiedenster Faktoren Wandlungen durchlaufen. Die Aufgabe besteht darin, die Veränderungen zu erkennen und den Anspruch zu haben, sie zu gestalten. Unterschiedliche Interessen müssen hier in Einklang gebracht werden, während gleichzeitig immer wieder erfasst werden muss, was tatsächlich machbar ist.

In den Jahren 2005 und 2006 haben sich Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit PolitikerInnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Demografie-Kommission an die Arbeit gemacht, Probleme und Lösungen im Themenfeld Demografie zusammenzufassen. Dabei sind vor allem die drängenden Fragen deutlich geworden: Welchen Umbau der Städte brauchen wir, um generationsübergreifend zusammenzuleben? Welche Aufgaben soll der Sozialstaat wie leisten, um dem Wandel Stand zu halten? Welche Herausforderungen kommen einerseits auf die Zivilgesellschaft zu, wie kann sie andererseits die Potentiale des Alters nutzen? Mit dem Abschlussbericht der Kommission hat die eigentliche Arbeit erst begonnen. Partei und Gesellschaft, Grüne Alte und Grüne Jugend müssen weiter zusammen arbeiten, um die Chancen, die diese Veränderungen auch mit sich bringen, zu nutzen.

Jahrgang: 2009
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