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zu Infos zum Praktikum

Originalbeitrag

Infos zum Praktikum

30.08.2010:

Im Herbst 2010 gab es eine angeregte Diskussion auf twitter zu der Frage, in wieweit ein Praktikum in meinem Büro den von Bündnis 90/Die Grünen formulierten Ansprüchen an eine faire Beschäftigung entspricht. Folgende Stellungnahme von mir hat nach wie vor Gültigkeit.


Da es verschiedene Kommentare auf twitter zur Bewerbung der Ausschreibung für ein Praktikum bei mir im Büro gab. Hier noch einmal ein paar Infos:

Es handelt sich um ein befristetes Praktikum von 10 bis 12 Wochen. Sprich es ist keine reguläre Arbeitsstelle die dadurch abgedeckt werden soll oder muss. Wie für ein Praktikum üblich, soll es einen Einblick ins Arbeitsleben bieten, Fähigkeiten stärken und Orientierung bei der späteren Berufswahl geben.

Die Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber sind gering. Spezielle verpflichtende Vorkenntnisse oder Abschlüsse bestehen nicht. Sprich ein Schüler kann sich genauso wie eine Abiturientin oder ein Student bewerben. Die Aufgaben werden immer im Team in meinem Büro und der Bundesgeschäftsstelle behandelt. Ein eigener Arbeitsplatz mit Telefon, Computer etc. steht zur Verfügung.

Die Vergütung beträgt 350 Euro pro Monat. Das ist nicht viel, das stimmt, für ein Praktikum finde ich es aber noch angemessen. Die Arbeitszeit ist auf fünf Tage pro Woche ausgelegt, sprich vom Stundenumfang ein Vollzeitpraktikum. Die Flexibilität beim Umgang mit der Arbeitszeit oder der Umgang mit besonderen persönlichen Situationen ist sehr hoch. Sowohl was Arbeitszeiten, Freitage oder sonstige Besonderheiten (Studium, Klausuren, Urlaube..) angeht. Anspruch auf die festgelegten Urlaubstage wie bei uns in der Bundesgeschäftsstelle vorgesehen, besteht natürlich auch.

Ein Praktikum hat immer einen Schwerpunkt, diesmal Europapolitik und Demokratie. Es geht um kleinere Projekte und eine generelle Einarbeitung in das Thema mit verschiedenen Aufgaben, wie Recherchetätigkeiten, Schreibaufgaben, organisatorische Unterstützung, Bündnisarbeit etc.

Zu der Rechnung, müsste man bei einem Mindestlohn von 7,50 Euro bei einer Vollzeitstelle, bei uns 38,5 Stunden, nicht 1200 Euro im Monat verdienen?

Es handelt sich um ein Prakitkum. Sprich es ist von den Anforderungen und dem Umfang der zu bearbeitenden Aufgaben nicht mit einer regulären Vollzeitstelle vergleichbar. Ein Praktikum ist ein Angebot in ein Arbeitsfeld reinzuschnuppern und bietet gleichzeitig die Möglichkeit für mich als Praktikumsgeber spannende und neue Menschen kennenzulernen und auch Fähigkeiten und Interessen zu unterstützen. Wir orientieren uns bei der Ausgestaltung eines Praktikums an dem Leitfaden der DGB Jugend für ein Praktikum.

Tim Koch aus meinte am 30.08.2010 16:32:

> Völlig normal

Wer meint, es müsste 7,50 € geben, hat den Sinn eines Praktikums nicht verstanden. Ein Praktikum ist ja keine Vollzeitstelle sondern dient in erster Linie für den Praktikanten dazu etwas zu lernen, in den Berufsalltag hineinzuschnuppern, Kontakte zu knüpfen und vielleicht auch dazu den Lebenslauf aufzupäppeln. Dafür gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung. 300 Euro ist da nicht viel, 500 wären sicher besser (oder zumindest noch ein Nahverkehrsticket), es ist noch OK.

Man bedenke, dass (bei einem guten Praktikumgeber, und ich denke Malte ist so einer) auch der Praktikumgeber erst mal Arbeit hat. Er muss den Praktikanten einarbeiten und Fragen beantworten. In 10 Wochen arbeitet kein Berufsunerfahrener wie eine Vollzeitstelle.

Böse wird es, wenn Leute mit Berufsabschluss als billige Vollarbeitskräfte eingestellt werden. Und das möglichst immer für ein Jahr und dann kommt der nächste. Das wird bei den Grünen aber wohl kaum passieren. Das würden schon die Mitglieder nicht zulassen.

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